Sri Lanka Teil II – Lipton Seat – Trekking im Paradies

Auch Teil Zwei unserer Reise in Sri Lanka verspricht traumhafte Landschaften, wunderbare Begegnungen und Trekkingtouren wie sie schöner nicht sein könnten. Dafür sind wir mit dem Zug ins Hochland gereist mitten hinein ins Herz der Teeplantagen des berühmten Lipton Seat.

 

 

In unserer gemütlichen Hütte in Dalhousie bleiben wir noch zwei weitere Tage und nehmen dann den Zug von Hatton nach Haputale. Nach 3 ½ Stunden rollen wir in den Bahnhof von Haputale ein. Der, so scheint es, hat nichts von seinem Kolonialen Charme in den letzten 100 Jahren eingebüsst.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir verhandeln mit einem Tuk Tuk Driver. Das sind dreirädrige knatternde Gefährte und eine gute günstige Alternative zum bekannten Taxi. Bis wir das Gepäck verstaut haben dauert eine Weile. Dann sitzen wir drei auf der Rückbank eingequetscht wie Sardinen in der Dose. Die Fahrt dauert nur kurz und schon erblicken wir Dias Rest, unsere Unterkunft für die nächsten Tage.

 

 

 

 

 

Alleine die Lage ist atemberaubend. Gelegen mitten in den Teeplantagen und mit einem unglaublichen Ausblick in die Tiefebene gesegnet. Auch die Temperaturen sind auf 1.450 Meter sehr angenehm. Wir lernen die ganze Familie kennen, checken ein und rüsten uns für die erste Wanderung auf den Hausberg – den Eaglerock. Die Panoramasicht wird hier noch einmal überboten bevor wir kurz vor Sonnenuntergang zurück in unserem kleinen Bungalow eintreffen. Mit großer Spannung blicken wir der morgigen Wanderung durch die berühmten Lipton Teeplantagen entgegen.

Geweckt werden wir von den Hutaffen, die über unser Dach tollen. Wir schnüren unsere Wanderschuhe und sind gleich mittendrin in der Plantage.

 

 

 

 

 

Der Engländer Sir Thomas Lipton hatte 1890 eine Vision. Jeder, egal aus welcher sozialen Schicht, sollte Tee genießen dürfen. Bis zu dieser Zeit war es alleinig den Reichen vorbehalten. So erwarb er rund um Haputale im großen Stil Teeplantagen, die bereits schon 1824 von seinen Landsleuten angebaut wurden. Damit hebelte er geschickt den Zwischenhandel aus, was sich natürlich spürbar auf den Teepreis auswirkte. Inzwischen ist Lipton Tee so berühmt, das er in über 160 Ländern serviert wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es scheint hier alles intensiver zu leuchten als das bei uns der Fall ist. Die Farbenpracht ist einfach unglaublich. Langsam schlenden wir über schmale Pfade, die auf der Straße enden, um wenig später wieder in die Plantage einzutauchen. Erst eben, dann leicht ansteigend verläuft der Weg. Dazwischen winken uns die bunt gekleideten Pflückerinnen zu, die geschickt und emsig die Teeblätter einsammeln. Ein kleiner Grenzposten mit einem Schlagbaum verlangt eine kleine Gebühr bevor wir das letzte Stück des Aufstieges zum Lipton’s Seat bewältigen. Den krönt eine Bronzestatue von Sir Lipton, der, so sagt man uns, sich an dieser Stelle gerne niedergelassen hat, um über seine Teeplantagen zu wachen.

Hier verweilen wir, nehmen einen Tee im kleinen Kiosk nebenan und genießen es hier zu sein.

Auf dem Rückweg beobachten wir verschiedenen Teewiegestationen, werden immer wieder freundlich von Kindern angesprochen bis wir vor der Tea Factory stehen, die man sich unbedingt ansehen sollte. Bei einer Führung durch das Unternehmen erfahren wir alles darüber wie die Teeblätter zu dem Tee werden wie wir ihn kennen – Eindrücke, die wir so schnell nicht vergessen werden.

Gegen Abend sind wir wieder zurück in unserer Unterkunft und Viraj, der Sohn von Dias, fragt uns, ob wir denn nicht auch hier zu Abend essen möchten. Gesagt getan. An der großen Tafel, die reichlich gedeckt ist mit Leckereien, haben auch mittlerweile andere Reisende Platz genommen. Die Stimmung international, Mamas Essen großartig und bei mir persönlich weckt es Backpackergefühle, die ich schon lange nicht mehr gespürt habe. Man redet miteinander, keiner liebkost sein Smartphone. Wir sind: Eine Welt. Viraj erzählt uns, dass er gerade anfängt Mehrtageswanderungen für Gäste zu organisieren. “Ich glaube da müssen wir noch einmal wieder kommen” sage ich lachend.

 

 

 

 

 

Die Zeit verläuft wie immer viel zu schnell und so machen wir uns langsam auf den Rückweg nach Colombo. Einen letzten Zwischenstopp legen wir an der Küste in Matara ein. Suchen uns ein kleines Hotel direkt am Strand.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gehen schnorcheln und genießen das azurblaue Meer, den Wind in den Palmen und die letzten Tage auf Sri Lanka.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit dem Zug geht es zurück nach Colombo und weiter zum Flughafen. Wir sind uns einig. Sri Lanka ist ein unglaublich facettenreiches Land, in das wir schon bald gerne wieder zurückkehren werden.

Infokasten

Tourenvorschläge

Lipton’s Seat: Trekking durch die weltberühmten Teeplantagen, leicht, ab Dias Rest (4 km außerhalb von Haputale gelegen), mäßig ansteigend, ca. 20 km mit Rückweg (Teilstrecke kann auch mit Tuk-Tuk überbrückt werden).
Eaglerock: Der Hausberg von Dias Rest, leicht, ca. 2 Stunden mit Rückweg.

Bücher und Karten

 

Ausrüstung

Zu der richtigen Ausrüstung gehören: Leichte Wanderschuhe mit Profilsohle, Tagesrucksack, Tagesproviant (wobei bei Besteigung des Adam’s Peak viele Essen-/Getränkestände am Wegesrand liegen), warme Jacke und Fleece, Trinkflasche, Erste-Hilfe-Paket, Regenkleidung, Sonnenschutz.

Anreise

Z.B. Air India über Delhi nach Colombo täglich von Frankfurt.

Visum

E-Visum Sri Lanka ETA, www.visum-international.de

Währung

 1 Euro = 160 Sri Lanka Rupie (LKR)

Geld kann problemlos mit z.B. EC Karte am Geldautomaten gezogen werden.

 

Übernachtung des Autors

Haputale: White Monkey – Dias Rest, Tel. +94 (0) 575681027
www.diasrest.haputale.de
Matara: Hotel Beach Inns, Tel. +94 (0) 412226356, www.beach-inns.com

 

Infos
www.srilanka-reise.info
www.auswaertiges-amt.de

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