Gastbeitrag: Namibia, Botswana, Simbabwe von Beate Holewa aus Koblenz

Fotos-Beate Holewa015Am 31. März 2014 starteten mein Mann und ich von Frankfurt/ Main über Johannesburg in Richtung Windhoek/Namibia. Von dort fuhren wir ca. 4.200 Kilometer mit dem Mietauto durchs Land, von der Kalahari über die Namibwüste mit ihren Sanddünen bei Sossusvlei, über Swakopmund, Etosha NP und Caprivi bis nach Kasane in Botswana. Hier erwarteten uns der Chobe NP und ganz besondere, einzigartige Begegnungen mit Elefanten.

Wir sind den Tieren mit Respekt begegnet und haben ihre „Vorfahrt“ auf allen Wegen akzeptiert. So kam es zu unglaublichen Beobachtungen in den unterschiedlichsten Situationen. Für uns steht fest: Wer Tiere liebt und sie in Freiheit erleben möchte, muss nach Afrika! Aber nicht nur die Tierwelt in ihrer Vielfalt hat unsere Herzen berührt. Unvergessen bleibt auch die Natur. Manchmal waren wir allein und sind auf unserer Fahrt keinem Auto begegnet. Wir waren zugegeben auch etwas unbedarft und voller Vertrauen an uns selbst und das Auto, mit dem wir sogar eine Überschwemmung durchfuhren. Es war ein tolles Reiseerlebnis und die Gedanken daran, wärmen immer wieder neu unsere Seele!
Ankunft in Windhoek/Entgegennahme des Mietautos (Suzuki Jimny 1.3 Compact 4X4 bei ASCO CAR (Supertipp von Klaus Herzmann). Das trifft auch für die erste Unterkunft, die familiär geführte Pension Christoph, in der Hauptstadt Namibias zu. Die deutsch sprechende Chefin Amanda vermittelte uns eine spannende Stadtführung, die ein pensionierter Lehrer sehr individuell für uns gestaltete. Viele deutsche Straßennamen erinnern an die Kolonialzeit. Zu Fuß besuchten wir verschiedene Sehenswürdigkeiten.

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Weiter ging die Fahrt durch die Kalahari in die Anib Lodge. Auf unseren Walking Touren sahen wir die ersten Tiere (Strauße, Gnus). Bei einer Sunrise Safari erlebten wir traumhafte Sonnenuntergänge! Im Kalahari Farmhouse wurden wir durch die eigene Käserei und Gärtnerei mit Verkostung geführt. Ausflugstipp!

Lohnende Dünenbesteigung

In der Namib kamen wir nach langem Gespräch und großem Verständnis der Managerin Julie zum halben Preis in der luxuriösen Sossusvlei Lodge unter, weil eine Fehlbuchung ohne unser Verschulden zu einem großen Missverständnis geführt hatte und wir sozusagen als Camper eingestuft und untergebracht waren (Bretterverschlag).Fotos-Beate Holewa016Fotos-Beate Holewa014 Ein Riesenerlebnis war das Besteigen der Düne 45, mit ihren 170 Metern ein gigantisches Sandbauwerk mit bestem Blick über die Sossusvlei-Dünen. Es war anstrengend aber lohnend und wir haben alles gut geschafft. Das Farbspiel der Dünen ist einzigartig. Den Sesriem Canyon haben wir leider verpasst, obwohl wir dicht davor waren, wie wir später feststellten.
Auf dem Weg nach Swakopmund führte die Straße durch ein überschwemmtes Flusstal. Hochwasser am Kuiseb River. Nach etwa drei Stunden Wartezeit wagten wir die „Durchfahrt“. Alles ging gut – danke tolles Auto! In Swakopmund weist viel auf die deutsche Vergangenheit hin. Die Bebauung erinnerte uns an alte Hanse Städte. Wir trafen einige deutsche Senioren, die hier ihren Lebensabend verbringen. (Man könnte ins Grübeln kommen!) In der Kristall Galerie sahen wir den größten Quarz Kristall der Welt – 14.100 Kilogramm). Mein Mann wagte das Bad im Atlantik, die Strömung zog ihm den Boden weg und er beendete sein Abenteuer kurzfristig.Fotos-Beate Holewa018Fotos-Beate Holewa019

 

 

 

 

 

Sehenswert an der Küste in Richtung Brandberg ist „Cape Cross“, das Robbenreservat mit etwa 250.000 Tieren. Die „White Lady Lodge“ im Damaraland hatten wir für zwei Nächte gebucht, um Wüstenelefanten zu treffen. Daraus wurde leider nichts, aber wir lernten in Uis Montey kennen, der in seinen Claim nach Edelsteinen schürft (spannender Einzelgänger, regelmäßiger Email-Kontakt bis heute).

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Auf zum Etosha NP

Auf dem Weg zum Etosha NP hatten wir Begegnungen mit Herero und Himba Frauen, vor allem letztere verkaufen ihre Souvenirs sehr geschäftstüchtig (Foto nur bei Kauf). Drei Tage stand dann der Etosha NP auf dem Programm. Zuerst schliefen wir im Okaukuejo Camp, später im Halali. Man sollte die Jahreszeit bedenken, wenn man möglichst viele Tiere an den ausgewiesenen Wasserlöchern beobachten möchte. Wir waren nach der Regenzeit da, und es gab viel Wasser im Busch, so dass die „Big Five“ sich rar machten. Wir trafen ein Löwenpaar, Nashörner, eine Hyäne, Schakale, Wildhunde, viele Büffel, Zebras, Antilopen, Strauße, Kudus und auch Giraffen, leider nicht einen Elefanten. Beeindruckt hat uns auch die schier endlose Weite der Etosha-Salzpfanne.Fotos-Beate Holewa022Fotos-Beate Holewa023Fotos-Beate Holewa024Fotos-Beate Holewa025
Zwischenstopp auf der Fahrt ins Caprivi legten wir im Bush Baby Safari Camp bei Grootfontain ein. Hier bestaunten wir den größten auf der Erde gefundenen Meteoriten. Rundu, die Grenzstadt zu Angola war die nächste Station. Schön der Blick auf den Kavango River. Sonst nur für kurzen Zwischenstopp geeignet.

Flusspferde im Caprivi

Sehr zu empfehlen ist die Mahango Safari Lodge von Felix und Ralf in Caprivi West. Felix ist Deutschnamibier und Ralf Deutscher. Wir wohnten im Zelt direkt am Fluss. Es hörte sich so an, als ob abends und morgens die Flusspferde vor dem Zelteingang standen. Sie waren zum Glück im Fluss. Hier sahen wir auch den ersten Elefanten in Namibia. Überhaupt, Caprivi ist eine sehr wildreiche Gegend und meine Enttäuschung von Etosha wurde mehr als wett gemacht! Es war traumhaft. Das bestätigte sich in Caprivi Ost. Elefantenboom!Fotos-Beate Holewa028Fotos-Beate Holewa027 In der Namushasha Logde machte uns Managerin Brigitte das Osterfest auch zum kulinarischen Erlebnis. Der Tierreichtum im Bwabwata NP fasziniert, die Landschaft ebenso. Sonnenuntergänge unbeschreiblich und der Sternenhimmel zum Weinen schön. Diesen haben wir leider nicht fotografiert, tut uns noch immer sehr leid, gibt es wohl derart nur in Afrika!

Chobe NP – Paradies für Elefanten

Nun ging es nach Botswana. Wir machten Station in Kasane, der Stadt am Zusammenfluss von Chobe River und Sambesi. Kasane ist der Eingang zum Chobe NP, dem Paradies für Elefanten. Das Zimmer in unserer Pension „The old house“ war ok, Essen miserabel. Wir waren verwöhnt von Namibia, aber darum geht es ja nicht. Wohl aber um die Elefanten, die wir in jeder Größe und jedem Alter sahen. Wie wunderschön, wie Kühe bei uns auf der Weide. Giraffen, Affen und eine Vielfalt an Vögeln gab es natürlich auch aber die Elefanten stellten alle anderen Tiere nun mal in den Schatten. Wir hätten ein Fotoalbum nur von Elefanten beim Baden, beim Ruhen, beim Laufen, Liebkosen usw. erstellen können. Wir allein mit den Elefanten – unvergesslich!
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Gischt behindert die Sicht

Zum Ende unserer Reise machten wir einen Tagesausflug zu den Victoriafällen nach Simbabwe. An der Grenze bedarf es viel Zeit und Geduld beim Abwickeln der Formalitäten. Die höchsten Wasserfälle der Welt (110 Meter) sind schön anzuschauen aber Gischt auf fast dreiviertel des Rundweges behinderte die Sicht sehr stark. Man wurde sehr nass, was nicht schlimm ist, für die Kamera aber schon! Aufpassen. Es werden auch Rundflüge angeboten. Wir haben ein Jahr vorher die Wasserfälle von Iguazu in Brasilien und Argentinien gesehen und waren wohl deshalb etwas enttäuscht. Mehr führt an dieser Stelle zu weit.
Zurück in Kasane wurde unser Mietwagen abgeholt.
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Für uns ging am 26. April eine erlebnisreiche Reise zu Ende. Wir werden sie nie vergessen. Beate und Wulf Holewa aus Koblenz
Danke an Manuela und Klaus Herzmann für wertvolle Tipps bei unserer Vorbereitung!

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1 Comment on “Gastbeitrag: Namibia, Botswana, Simbabwe von Beate Holewa aus Koblenz

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