Kuba individuell

Kuba- Foto HerzmannAssoziationen zu Kuba gibt es unendlich viele: Der Morbide Charme bröckelnder Kolonialbauten, weiße Sandstrände, Rum, berühmte Zigarren, türkisfarbenes Meer, hübsche Menschen und Zuckerrohrfelder so weit das Auge reicht. Man denkt aber auch an Ernest Hemingway, Fidel Castro und nicht zuletzt an Che Guevara dessen Konterfei bis heute als Sinnbild für Freiheit gilt. Das karibische Land mit seiner leidvollen Geschichte fasziniert und schockiert zugleich. Wer es hautnah erleben möchte sollte sich nicht in einer All Inclusiv Bettenburg verstecken sondern Überland fahren und den ehrlichen Kontakt zu den Menschen suchen…

Unsere Reise wäre beinahe schon am Frankfurter Flughafen geendet. Wieso? Über das Internet haben wir einen Flug gebucht der via Frankfurt nach Atlanta/USA – Zwischenstopp am Airport und dann weiter nach Havanna gegangen wäre. Alles stand genau so auf unseren Tickets. Vor dem eigentlichen Check-in in wurde in einem Vorcheck der Pass verlangt, ebenso das Ticket. O-Ton der Dame: Mit diesem Ticket fliegen Sie bestimmt nicht in die USA! Wir dachten zunächst die macht einen Scherz! Dem war aber nicht so. Sie munierte, dass die USA mit Kuba auf einem Ticket stehen! Wir gingen zum Schalter der KLM die den Flug ausführen sollte, die waren ebenso verblüfft und meinten, dass der Flug so niemals hätte ausgegeben werden dürfen. Nach langem hin und her und dem Einsatz einer engagierten KLM Dame wurde der Flug auf Air France umgebucht was bedeutete: Flug nach Paris, eine Übernachtung (die wir uns selbst organisieren mussten) und am Tag darauf Weiterflug von Paris nach Havanna. Verspätet aber Glücklich sind wir dann doch noch in Havanna gelandet…

 

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Am Flughafen in Havanna haben wir erst einmal Geld getauscht und sind dann mit dem Taxi in die Stadt zur Unterkunft gefahren. Genächtigt haben wir in einer Casa Particular (Privatunterkünfte) im Stadtzentrum. Wenn man es Vorher nicht weiss verwirren die Preisaushänge da auf Kuba in gleich zwei Währungen bezahlt wird. 1.) Der Peso Convertible ca.0,90 Euro für einen CUC – die Touristenwährung die am Flughafen gewechselt wird. 2.) Der kubanische Peso – für die Bevölkerung. Den letzten bekommt Ihr auf der Strasse getauscht, sogar manche Banken machen das. Nicht erschrecken, wenn auf dem Markt eine Ananas mit „8 Peso-meist ein Dollarzeichen dahinter“ ausgezeichnet ist. Das sind dann keine 7,20 Euro wie viele einem weismachen möchten sondern nur ca. 40 Eurocent. Und damit, machen die Schlepper ihr Geld, indem gutgläubige Touristen deren Worte glauben schenken…

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Man darf darüber streiten, in wie weit Betrügereien an Touristen angesichts der schlechten Wirtschaftlichen Lage gerechtfertigt sind. Ein Kubaner verdient im Monat umgerechnet ca. 25-30 Euro. Medizinische Versorgung, Schule sowie Lehrmaterial ist umsonst. Wegen der Jahrzehnte langen Wirtschaftsblockade der USA hat sich die Lage der Menschen nur verschlechtert. Bis heute haben es die Amerikaner nicht verwunden, dass Fidel Castro und seine Anhänger mit dem Streben nach Freiheit dem Spuk aus Korruption, Ausbeute, Misswirtschaft und Mafiafilz mit dem Höhepunkt der Revolution 1959 ein Ende bereiteten. Amerikanische Unternehmen wurden enteignet und die Clique aus dem Land gejagt.

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Durch diesen damit beginnenden Mangel an beinahe allem, was uns in der westlichen Welt als „Normal“ erscheint entwickelte sich ein Menschenschlag, der in Punkto Kreativität, Zusammenhalt und Organisationtalent wahrscheinlich Weltweit einzigartig ist – oder kennt Ihr zum Beispiel einen Automechaniker in Europa, dem es gelingt einen Motor von einem Lada in einen Chevrolet Strassenkreuzer einzubauen? Mittlerweile hat Raul Castro die Amtsgeschäfte von seinem Bruder übernommen, die Reisebestimmungen für seine Landsleute gelockert, ebenso Private Geschäfte zugelassen. Überall entstanden kleine Minirestaurants und Getränkeausgaben mit frisch gemachten Säften. Beispiel: Touristenlockal ein Glas Orangensaft 1 Euro, um die Ecke bei der netten alten Dame 0,10 Euro….und die Einheimischen haben sichtlich Spass, wenn man in der Reihe steht und so wie sie auf’s Getränk wartet…

 

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Nach vier Tagen in Havanna sind wir vom Zentralen Busbahnhof nach Vinales gereist – hinein ins Herz des Tabakanbau und einem der schönsten Nationalparks auf Kuba.Kuba-Klaus Herzmann41Kuba-Klaus Herzmann40Kuba-Klaus Herzmann36Kuba-Klaus Herzmann35Kuba-Klaus Herzmann37Kuba-Klaus Herzmann42

Reiten und Trekking, den Einheimischen bei der Tabakernte zusehen oder beim rollen einer Zigarre. Hier wächst der Stoff, der es neben dem Havanna Rum zu Weltruhm schaffte.Kuba-Klaus Herzmann49Kuba-Klaus Herzmann43Kuba-Klaus Herzmann4Kuba-Klaus Herzmann45

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Ort in dem man es länger aushalten könnte, zumal die Temperaturen tagsüber wie auch nachts durch die Höhe wesentlich angenehmer sind als in der Hauptstadt.

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Die Tage laufen uns nur so davon. Trinidat, das wir auch besuchen wollten müssen wir abhaken – leider! Das nächste Ziel ist Varadero – genau, der Ort mit den wunderbaren Stränden – und den Bettenburgen! Wir haben uns nach der Brücke in Santa Marta (wo die Bediensteten der Hotels wohnen) bei Pedro Privat einquartiert, was gerade einmal fünf Kilometer vom Hauptrummel entfernt liegt. Täglich bringt der Hausherr Laura und Manuela zum Tauchkurs.Kuba-Klaus Herzmann5Foto-Tauchlehrer Manuelo:Kuba

Zurück in Havanna gönnen wir uns noch weitere zwei Tage in dieser unglaublichen Stadt, besuchen die Lieblingsbar von Ernest Hemingway, schlendern am Malecon (der Flaniermeile) entlang und genießen die letzten Augenblicke. Und heute, 1 1/2 Jahre nach unserem Besuch, nähern sich die USA mit Obama den Kubanern. Der Wunsch vieler scheint in sichtbare Nähe zu rücken. Verständlich, nach Jahrzehnten der Entbehrungen und der Isolation. Aber haben die Kubaner die einstige Belagerung und Gängelei, den ungezügelten Machtwillen der USA vergessen? Klar, die junge Generation schreit nach unbedingter Freiheit – aber ob das die USA einlösen werden sei dahingestellt – ich persönlich sehe das eher pessimistisch. Ein Tipp an die Reiselustige Gemeinde: Kuba jetzt sofort bereisen, bevor die wunderbaren alten Autos verschwinden, Fast Food Ketten Einzug halten und der ganze Charme auf Kuba verschwindet.

 

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Infopaket Kuba individuell bereisen

Anreise

Flugzeug:
Die Dauer für einen Direktflug nach Kuba beträgt ca. 10 Stunden. Dabei fliegen Nonstop aus dem deutschsprachigen Raum die Condor von Frankfurt nach Havanna, Varadero. Auch Air Berlin bietet Flüge nach Varadero an. Bei Air France und KLM gehts nur mit umsteigen in Paris und Amsterdam. Mit etwas Glück und als Frühbucher bekommt man in der Nebensaison für ca. 700 Euro ein Ticket. In der Hauptsaison: Sommerferien und das Winerhalbjahr können das locker 1000 Euro p.P. werden.

Reiseführer & Karten (für weitere Infos Foto anklicken)(Werbung)

Visum

Es wird ein Reisepass benötigt, der noch mindestens 6 Monate gültig ist. Und eine Touristenkarte die „Pauschalreisende“ über den Veranstalter bekommen. Individuell Reisende können die Karte bei der Botschaft bekommen was ca. 25-30 Euro kostet. Die Karte berechtigt für einen Aufenthalt von 30 Tagen auf Kuba.

Übernachtungsempfehlung

Es gibt halbstaatliche Unterkünfte die in CUC bezahlt werden, aber auch ganz private Übernachtungsmöglichkeiten.
Ein schönes Beispiel ist Pedro in Varadero/ Santa Marta das wir nur wärmstens empfehlen können
Casa Particular
Hostal Pedrito
Santa Marta/ Varadero
Tel.:53-045 610011
E-Mail: pedritohostal@yahoo.es
Pedro spricht Englisch, hat zwei Töchter (mit denen Laura täglich gespielt hat).

Weitere Kontaktdaten für Übernachtungen

www.mycasaparticular.com

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5 Comments on “Kuba individuell

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