Gastbeitrag: Sprachschule auf Malta von Laura A. Herzmann

Sprachreise Foto LA Herzmann4In den Herbstferien 2015 bin ich für eine Sprachreise nach Malta gereist. Hier könnt Ihr lesen, was ich bei diesem einwöchigen Aufenthalt in Sliema in der Nähe der Hauptstadt Valletta  alles erlebt habe…

Hallo, ich bin die Laura Antonia, 15 Jahre jung und gehe auf ein Koblenzer Gymnasium in die neunte Klasse. Da reisen eine meiner großen Leidenschaften ist, haben mich Sprachen schon immer interessiert. So kam es dann auch, dass ich mit acht Jahren zum ersten mal eine Sprachschule besuchte. Das war damals in der Eifel, ein Pferdehof, wo Berlitz Sprachcamps bis heute Sprachunterricht anbietet. Im vergangenen Jahr ging es dann für zwei Wochen nach Brighton an die Südküste von England, wo ich mit zwei Mädchen aus Thailand bei einer Gastfamilie untergebracht war. Täglich besuchte ich dann die Schule von Elsa Sprachreisen, was mir supergut gefallen hat. Und dieses Jahr im Herbst saßen wir am Flughafen Frankfurt und warteten auf den Take Off mit Lufthansa nach Valletta/Malta. Ach ja, meine Eltern reisten übrigens mit, da mein Papa beruflich auf Malta zu tun hatte.

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Die ersten Tage verbrachten wir auf Gozo, eine kleine vorgelagerte Insel, die wir via Fähre erreichten. Dort haben wir schöne Wanderungen unternommen und in einem tollen alten Bauernhaus gewohnt. Gespannt auf das, was mich in Sliema erwartet, sind wir zurück auf die Hauptinsel. Meine Eltern haben mich direkt zu meiner Gastfamilie gebracht. Die Tür öffnete eine ältere Dame, die sich mit dem Namen Mary Ann vorstellte. Auch Mike, ihr Mann, war zugegen. Wir tranken zusammmen einen Tee und mein Papa hat meinen Koffer in die obere Etage geschleppt.

Sprachreise Foto LA Herzmann8Sprachreise Foto LA Herzmann10 Den ersten Tag sollte ich in einem Übergangszimmer schlafen und morgen – nach Abreise der zwei deutschen Mädchen – in das Zimmer zu Kirsi wechseln. Sie zeigte mir dann auch den Weg zur Schule, die 1 1/2 Kilometer entfernt war. Die Sprachschule von LAL Sprachreisen lag in einer Seitenstrasse unweit vom Hafen und war gut durch zwei große Fahnen am Haus zu erkennen. Ein Gebäude mit schöner Lobby, roten Sitzecken und hellen Klassenzimmern. Der normale Tag sollte eigentlich so aussehen: Frühstück in der Gastfamilie, Weg zur Schule zu Fuß, Schulbeginn um 8.45 Uhr bis 12.45 Uhr, Mittagessen (Lunchpaket von Gastfamilie) und die Nachmittagsaktivitäten bis so um 17.00 Uhr. Dann zurück zur Gastfamilie laufen, Abendessen und wieder zurück in die Schule wegen den Abendaktivitäten bis so um 22.00 Uhr. Am ersten Tag machten wir einen Test und wurden je nach Wissensstand eingestuft. Viele Kinder waren bereits die zweite Woche im Haus und mir viel extrem auf, dass ganz ganz viele von ihnen sich über die Gastfamilie beschwerten. Was ich auch sehr komisch fand war, dass in unserer Klasse mit 15 Schülern 14 aus Deutschland kamen und nur ein Russischer Junge unter uns war, der natürlich kein Deutsch verstand – was auch wärend der Schulzeit ständig gesprochen wurde.  Was soll das, habe ich mir gedacht, ich bin doch hier um Englisch zu sprechen!

Sprachreise Foto LA Herzmann0Sprachreise Foto LA Herzmann6Am zweiten Tag kam dann unser Lehrer Francesco, der uns dann gegenüber dem Lehrer zuvor ständig aufforderte auch Englisch untereinander zu reden. Francesco ist ein cooler Lehrer und der Unterricht hat auch allen richtig Spass gemacht, weil er auch immer wieder zwischen drinnen Späße gemacht hat, die uns zum Lachen brachten. Die Nachmittagsaktivitäten (z.B. Kürbis für Hellowen aushöhlen) waren aber schon manchmal um 15.00 zu Ende, so dass wir irgendwo abgehangen haben und auf uns selbst gestellt waren. Und nach der Abendaktivität bin ich dann um 22.00 Uhr nach Hause teilweise alleine, weil Krisi schon 17 war und später nach Hause durfte. Wenn ich ganz alleine auf dem Nachhauseweg war bin ich gerannt, weil die letzten Gassen doch ein bisschen unheimlich waren. Meine Gastmutter war dann meistens noch am Fernseh gucken und hat mich außer am ersten Tag auch kein einziges mal mehr gefragt, was ich denn so gemacht habe. Wollte ich mit ihr reden oder mich zu ihr auf das Sofa setzen und mit TV sehen, sagte sie mir nur ich soll aufs Zimmer gehen sie wolle ihre Ruhe. Das habe ich in Berlitz und auch in England nie erlebt, da war ich immer Teil der Familie.

 

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Eine weitere Aktivität war der Besuch der blauen Grotte, wo die Bootstour hinein aber extra kostete. Auch das Angebot ins Aquarium zu fahren sollte 15 Euro kosten was fast niemand mitgemacht hat. Alternative dazu gab es leider keine – also wieder abhängen. Einmal sind wir auch rüber in die Hauptstadt Valletta gefahren, das war schön, außer dass sich der Bus wieder einmal um eine Stunde verspätet hat. Und einmal war der Bus kaputt und wir kamen nicht zurück und mussten warten bis Ersatz besorgt war. Pizza Night: Die war lecker und die Begleitpersonen verabschiedeten sich plötzlich und waren einfach weg – ihr findet bestimmt zurück… Die Organisation war einfach zum Kotzen und mit den vorangegangenen Sprachreisen überhaupt nicht zu vergleichen. Und das Beste war, dass in Sliema am Empfang niemand wusste, dass ich mit dem Taxi Samstags am letzten Tag nach Valletta zu meinen Eltern gebracht werden sollte, obwohl das mündlich wie auch schriftlich von der Zentrale in München bestätigt war. Dafür musste ich vier mal in der Schule fragen, Eltern anrufen, die haben München angerufen, zurückgerufen bis das dann endlich geklappt hat. Ganz ehrlich: Eine Sprachreise nach Malta werde ich niiiiiiieeeeeee wieder machen, obwohl das Land so wunderschön ist. Das nächste Mal gehe ich wieder nach England und wenn Malta, dann nur zum Wandern und Rumreisen…

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