Trekking im Königswinkel FüssenTeil I

Allgäu-Foto Klaus Herzmann0Überaus reich an landschaftlichen Schönheiten, aber auch mit einer Vielzahl an kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten gesegnet ist der Ostallgäu – ein Idyll am Alpenrand. Eine echte Bilderbuchlandschaft: Mit dutzenden von Seen, sattgrünen Alpwiesen, Märchenschlössern und Steinriesen, die augenblicklich die Wanderlust wecken.Wir haben das schöne Füssen gewählt, dass sich prächtig anbietet das Umland zu erkunden…

Wir wissen wo oben ist…

Die grandiose Bergkulisse zieht jeden Naturfreund in den Bann.
Der Allgäu. Eine der beliebtesten, schönsten und vielseitigsten Ferienregionen in Deutschland. Nur wenige Orte in den Alpen besitzen solch einen Reichtum an Landschaftsformen, so ein Netz an gut ausgebauten Wanderwegen wie das Bundesland im Süden. Bunt ist die Palette an Tourenmöglichkeiten. Uneingeschränkter Wanderspaß in allen Schwierigkeitsgraden – von familienfreundlichen leichten Routen bis hin zu hochalpinen Kraxeleien. Hier findet jeder das, wonach er sucht. Zwischen drinnen locken urgemütliche Almen zur Einkehr. Dort gibt’s regionale Schmankerl und kühle Getränke.

Allgäu-Foto Klaus Herzmann4Allgäu-Foto Klaus Herzmann19Und die Orientierung: Die wird unterstützt durch ein System an Wegweisern, die keine Wünsche offen lassen. Tief eingeschnittene Flusstäler, wo tosende, ungezähmte Gebirgswasser zu Tale schießen, untermalen das Gesamtschauspiel. Ist man erst wieder im Tal angekommen, verspricht der beherzte Sprung in einen der vielen glitzernden Seen die ersehnte Abkühlung. Kulturinteressierte können sich hingegen in den Märchenschlösser auf die Spuren von König Ludwig begeben. Oder man stürzt sich gleich in das pulsierende Leben der historischen Gassen der Füssener Altstadt. Die Kombination aus Kultur, Naturerlebnis und dem hohen Erholungswert ist Programm – und macht die Region so einmalig…

Grenzenlos frei sein…

Füssen liegt noch im Schlaf als wir uns zur Tegelbergrunde aufmachen. Den Tagesrucksack mit allem Nötigen geschultert durchqueren wir ein Meer aus Blumen, die sich allesamt den ersten Sonnenstrahlen an diesem Morgen entgegenrecken. Der erste Anstieg lässt nicht lange auf sich warten. In wilden Schleifen stapfen wir bergan. Parallel schwingt sich gerade die erste Kabine der Tegelbergbahn auf das Hochplateau. Belohnt wird der erste Wadenbeißer mit dem grandiosen Kontrast aus der weiten Ebene der Füssener Seenplatte, der zerklüfteten Felslandschaft der Ammergauer wie auch der Lechtaler Berge. Die Hauptroute, so verrät der Wegweiser, führt leicht bergab. Wir entschließen uns allerdings zuvor, den Gipfel des Branderschrofen zu erklimmen. Ein einfacher Ziehweg führt uns zum Einstieg. Bald ist Trittsicherheit gefragt, der Weg wird zum Pfad an dessen felsigen Flanke eine drahtseilgesicherte Passage der anderen folgt.Allgäu-Foto Klaus Herzmann21Allgäu-Foto Klaus Herzmann22Das Gipfelkreuz blitzt in der Sonne. Still wird es hier, so unglaublich still, dass man nur das Pochen des eigenen Herzen vernimmt. Der Frühnebel zieht indes geräuschlos von Westen über den Bergkamm. In Sekundenschnelle wechselt das Bild, die Formen der Wolken, die sich wie eine Geisterhand um den Berggrad legt. Atemberaubend. Man verspürt Lust sich lange niederzulassen, den Blick in die Ferne zu richten oder einfach anfangen zu malen.

Allgäu-Foto Klaus Herzmann8Allgäu-Foto Klaus Herzmann30

 

 

 

 

 

 

Dieses barrierefreie Dasein, diese Freiheit zu erleben ist für uns zum Inbegriff von „echtem Leben“ geworden. Und wo geht das besser als auf einem Berggipfel? Zurück auf der Hauptroute schwenken wir nach links und folgen dem geschotterten Weg. Bayernkönig Max II ließ im 19. Jh. Reitwege und Jagdsteige am Tegelberg für die Gamsjagd anlegen – die uns heute als ein Netz von Wanderwegen dienen.

Märchenschlösser und klare Bergseen

In Serpentinen schlängelt sich der Weg wie ein Lindwurm talwärts. Tannen richten sich kerzengerade in den Himmel. Öfter sehen wir nun Gleichgesinnte aber auch Bergläufer, die im Laufstil die Route anders herum bezwingen. In der Ferne macht bereits ein Gebirgsfluss auf sich aufmerksam. In dessen eiskaltes Wasser stecken wir unsere müden Füße – das belebt so richtig. Allgäu-Foto Klaus Herzmann34Allgäu-Foto Klaus Herzmann33Zwei Kehren weiter spannt sich die Marienbrücke über die Pöllatschlucht, die den wohl schönsten Blick auf eines der weltbekanntesten Schlösser bietet.Der Märchenkönig Ludwig II schrieb anno 1868 einen flammenden Brief an den Komponisten Richard Wagner nach Bayreuth. Hoch über der Pöllatschlucht wolle er ein Schloss erbauen lassen, ganz nach der Vorlage deutscher Ritterburgen. So entstand die Attraktion schlechthin. Neuschwanstein.Allgäu-Foto Klaus Herzmann27Allgäu-Foto Klaus Herzmann35

 

 

 

 

 

Es gilt als das meist besuchteste Schloss Deutschlands, das in der Hauptsaison täglich rund 10.000 Besucher zählt. Eine Führung ist quasi Pflicht. Denn das Innere wartet mit dem Thronsaal, mit schönen Säulen und herrlichen Schnitzereien aber auch mit dem Sängersaal. Der punktet mit Darstellungen aus Wolframs Parzival und einem Zauberwald. Und in Sichtweite liegt Schloss Hohenschwangau – wen wundert es da, dass dieser Flecken Erde zum „Königswinkel“ wurde. Was den Ostallgäu so anziehend macht sind aber nicht allein die Schlösser und Berge, sondern auch die vielen Seen. Dort wo einst ein gewaltiger Gletscher einen riesigen See formte, erstrecken sich heute der Weißensee, der Hopfensee und der Alpseee. Und es ist noch gar nicht so lange her, da ist noch ein weiterer dazu gestoßen: Der Forggensee. Von den Wassern des Lechs gespeist – und ein Gruß vom Nachbarn Österreich. Und bei gutem Wetter erblickt man den grauen Kegel des 2047 Meter hohen Säulings, der wie ein unbezwingbarer Riese in der Region wacht… Teil II erscheint für Euch am 20. Februar.

Infopaket Trekking im Königswinkel Füssen Teil I

An-/Abreise
Bahn: Füssen ist günstig an das Netz der Eisenbahn angebunden. Über die Fernbahnhöfe München und Augsburg ist die Stadt mühelos erreichbar. Weitere Infos: Kostenlose automatische Fahrplanauskünfte unter (0800) 1507090. Pkw: Die Stadt Füssen erreicht man problemlos über die Bundesautobahn A7.

Literatur/ Karten (Für mehr Infos auf Bild klicken) (Werbung)

Beste Reisezeit

Die schönste Zeit den Ostallgäu per Pedes zu entdecken ist der Frühling, Sommer und Frühherbst. Außerhalb dieser Zeit kann – vor allem auf den Hochplateaus – noch Schnee liegen.

Ausrüstung

Wer Trekkingtouren im Ostallgäu plant sollte sich auf unterschiedlichste Wetterlagen einrichten. Trekkingstiefel und eine Wind/Regen abweisende Jacke gehört ebenso in den Rucksack wie eine Trinkflasche, kleines Erste Hilfe Paket, Sonnencreme, Sonnenbrille sowie ein Snack.

Charakter

Wanderungen im Königswinkel versprechen reizvolle Naturerlebnisse bei jedem Schritt. Dabei bietet sich ein Netz an Touren an, was seines gleichen sucht. Von der einfachen Wanderung bis zum alpinen Klettersteig ist die Region auch für unterschiedlich konditionierte Menschen geeignet. Die beschriebenen Touren verlangen eine durchschnittliche Fitness. Aber auch hier ist teilweise Trittsicherheit gefragt und eine angemessene Ausrüstung sollte unbedingt dazugehören.

Routenvorschläge

1.) Drei-Schlösser-Runde: Schwierigkeit mittel, Länge ca. 15 km, Aufstieg rund 800 Meter, ca. 5-6 Std. Sie gilt als Wanderung der bayerischen Könige von einem Schloss zum nächsten mit wunderbaren Panoramen.
2.) Tegelbergrunde+Besteigung Branderschrofen: Schwierigkeit mittel (optional Besteigung Brandschofen hin u. zurück 1 ½ Std. – Trittsicherheit gefragt), Länge ohne Abstecher ca. 17 km, Aufstieg rund 1300 Meter, ca. 7 Std. Tipp: Von der Tegelbergbahn startet der Wanderweg, deren erster Anstieg man aber auch mit der Gondel zum Plateau überbrücken kann. Info: www.tegelbergbahn.de, Tegelberghaus, Bleckenau und zum Abschluss der Blick von der Marienbrücke auf Schloss Neuschwanstein.
3.) Zirmgrat-Runde: Schwierigkeit mittel, Länge ca. 13 km, Aufstieg rund 800 Meter, 5 Std., Fernsichten und die Krönung der Route durch Deutschlands höchstgelegene Burgruine Falkenstein versprechen grandiose Naturerlebnisse.

Darüber hinaus wirbt die Region mit der Wandertrilogie Allgäu – „Im Dreiklang mit der Natur“. Auf rund 876 Streckenkilometern in drei Höhenlagen kann man nach Herzenslust die Naturkulisse erkunden.

Übernachtung

Dreimäderlhaus
Pfrontenerstraße 43
87629 Füssen – Weißensee
Tel.: 083 62/ 919 00
www.dreimaederlhaus.de
Weitere Übernachtungen: www.fuessen.de/wandern/wandergastgeber

Infostelle

Füssen Tourismus und Marketing, Tel. 08362/9385-0, www.fuessen.de

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