Iran – Couchsurfing & More

Es wird viel geschrieben über das Land am Persischen Golf. Die Presse überbietet sich dabei in negativer Berichterstattung. Täglich! Erzählt man im Freundes und Bekanntenkreis von seinem Reisevorhaben, erntet man nur ungläubiges Kopfschütteln – fast ausnahmslos: Das ist doch gefährlich…oder? Nein, es ist nicht gefährlich! Schön ist das Land, die Menschen aufgeschlossen, neugierig und liebenswürdig… 

Von Couchsurfing hatte ich jetzt wirklich noch nichts gehört, wäre da nicht eine gute Freundin, die mich Wochen vor unserer Abreise mit dem Buch von Stephan Orth beglückte. Das trägt den ansprechenden Titel „Couchsurfing im Iran“. Ein wirklich tolles Buch das Lust auf  „anders Reisen macht“.

Eigentlich ist das verboten, denn man möchte schon gerne wissen, wo die Touristen absteigen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Visum haben wir uns entspannt über die Visum-Zentrale besorgt. www.visumcentrale.de.

 

 

 

 

 

Der Flug von Frankfurt nach Teheran dauert gerade einmal 5 Stunden. Die Abwicklung am Imam Chomeini Flughafen ist äusserst freundlich – Manuela und Laura bereits teilverschleiert.

 

 

 

 

 

 

Teheran ist eine Megacity mit 13 Millionen Einwohnern und einem unglaublichen Gedränge auf den Strassen. Ständig werden wir angesprochen, woher wir den kommen würden. Wir fühlen uns direkt wohl und sicher.

 

 

 

 

 

Erst einmal Geld tauschen (siehe Infos). Dann Kontakt aufnehmen mit Adrian und seiner Familie, mit denen wir uns vor dem Schah-Palast treffen. Da Couchsurfing (siehe Infos) im Iran offiziell nicht erlaubt ist, bitte ich um Verständnis, dass ich keine Fotos der Menschen veröffentliche, bei denen wir in Teheran ebenso in Kashan unterkamen. Als Gastgeschenke im Gepäck: Schokolade (Riesentafel), Haribo Goldbären-Halal natürlich, Postkarten aus Deutschland, Bildband Europa… Nach wenigen Momenten haben wir uns eingelebt, genießen die Tage in der Hauptstadt.

 

 

 

 

 

Wir besuchen das Nationalmuseum, den Palast, lassen uns einfach durch die Stadt treiben. Positiv in Erinnerung bleibt das friedliche Miteinander, keiner schreit herum, alten Menschen wird mit Respekt begegnet… keine Sekunde der Unsicherheit kommt auf.

Bereits in Deutschland haben wir uns den Zug von Teheran nach Shiraz gebucht. Erste Klasse Viererabteil Schlafwagen für 100 Euro gesamt (siehe Info). Shiraz? Genau, die berühmte Rebsorte, deren weinfruchtigen Trauben der Iranischen Revolution zum Opfer vielen und heute Hektoliterweise von Südafrika und Australien den Europäischen Markt überschwemmt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Shiraz ist eine großartige Stadt, die wir in der Zeit der Aschura besuchen. In schiitischen Ländern wie dem Iran gipfeln die Feierlichkeiten in großen Umzügen mit Gesängen und Passionsspielen, bei denen vor allem die Leiden von Husain vorgetragen werden. In der großen Moschee wird das besonders eindrücklich zelebriert. Tausende von Menschen sind hier in Festtagsstimmung. Ständig werden wir um Selfis gebeten – die Menschen offenherzig…

 

 

 

 

 

Wir genießen die Stimmung aber auch das unglaublich leckere Essen, das an jeder Strassenecke angeboten wird. Ratsam ist, die Zahlen von 1-10 zu kennen damit man weiß, dass auch richtig und nicht überteuert bezahlt wird. Wir sind in einem kleinen urgemütlichen Guesthouse untergekommen (siehe Infos). Shiraz ist auch der Ausgangspunkt um die weltberühmte Ausgrabungsstätte Persepolis zu besuchen. Die altpersische Residenzstadt war vor ca. 2500 Jahren eine der Hauptstädte des antiken Perserreichs. Auch heute noch beeindruckt diese in Fragmenten erhaltene Stätte, die von Alexander dem Großen dem Erdboden gleich gemacht wurde.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit dem Bus geht’s dem nächsten Höhepunkt auf unserer Iranreise entgegen. Isfahan! Die Stadt ist für ihre persische Architektur berühmt. Am riesigen Imam-Platz (dem Naqsch-e-Dschahān-Platz) befindet sich die Imam-Moschee aus dem 17. Jahrhundert. Besonders beeindruckt die Kuppel und die Minarette mit Mosaikfliesen und Kalligrafin.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn Ihr an einem Wochenende die Stadt besucht, dann verpasst es nicht Euch gegen Sonnenuntergang auf dem Großen Platz vor der Moschee zu setzen. Ein unglaubliches Spektakel. Viele Menschen mit denen man im Handumdrehen ins Gespräch kommt. Isfahan, das ist eine Kulturbombe und wir sollten nie vergessen: Wo wir uns in Deutschland noch ein Fell um die Hüften legten und in Höhlen hausten, da wurden hier bereits Augen- OP’s durchgeführt, man hatte luxuriöse Bäder in einem Schmelztiegel der Kulturen. Hier sind wir im äußerst ansprechenden Iran Hotel (siehe Infos) untergekommen, zentral gelegen. Von hier mieten wir uns ein Taxi nach Kashan.

 

 

 

 

 

Unterwegs stoppen wir für 3 Stunden in einem wunderschönen roten Bergdorf mit dem Namen Abyaneh. Die Haustüren verwundern etwas, weil diese gleich zwei Türklopfer besitzen. Einen in Form eines Schlägel der andere „in weiblichem Design“. Klopft also der Mann mit dem Schlägel (kein Kopfkino bitte) dann hört sich das anders an, als mit dem anderen Klopfer und die Frauen im Haus wissen, dass sie sich einen Schleier umlegen müssen.

Angekommen in Kashan werden wir von dem Taxifahrer direkt vor die Haustüre von Amira gebracht – unserem zweiten Couchsurfing. Ein grandioser Empfang, viele tolle Gespräche und eine Wohnung für uns ganz alleine. Amiras Familie wohnt ein Stockwerk darüber. Wir bekommen einen Schlüssel vom Haupteingang und der Wohnung und fühlen uns schnell wie Zuhause. Kashan ist berühmt für seinen Basar, die steinalten Badehäuser und das Rosenwasser. Hier bleiben wir noch ein paar Tage, bevor uns Amira zum Busbahnhof bringt, wo unser Transport nach Teheran fährt.
Fazit der Reise: Wer noch nicht dort war, dem legen wir das Land wärmstens ans Herz. Sicher, kulturell einzigartig mit einer Geschichte, die ihres gleichen sucht. Wie der Iran zu einem Gottesstaat wurde? Dazu hat der Westen allen voran die Briten und die USA maßgeblich mit der Operation Ajax beigetragen. Bitte den Report lesen, es lohnt sich….jetzt Euch allen viel Spass im Iran!

Infokasten

Übernachtungen: 

Shiraz: Hostel Golshan, www.golshanhostel.com

Isfahan: Iran Hotel, www.iranhotel.biz

 

Couchsurfing
www.facebook.com/couchsurfingimiran
Instagram:couchsurfingiran

 

 

 

 

Bücher

 

Geld EC-Karten und Kreditkarten gehen nicht. Wir hatten alles in Bargeld dabei und haben das in Wechselstuben getauscht. Die Landeswährung ist der Iranischer Rial. 1 Euro = 43274 Rial. Nachtzug von Teheran nach Shiraz in Deutschland gebucht. www.iranrail.net

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