Sir Edmund Hillary – Einladung zum Afternoon Tea in Auckland

Sir Edmund Hillary, 20.07. 1919-11.01.2008, war ein neuseeländischer Bergsteiger. Gemeinsam mit seinem nepalesischen Freund Tenzing Norgay, einem Sherpa, gelang ihm am 29. Mai 1953 die spektakuläre Erstbesteigung des Mount Everest, dem mit 8.848 Metern  höchsten Berg der Erde. Im Januar 2018 jährt sich zum zehnten Mal sein Todestag. Für uns als weitgereiste Kleinfamilie bleibt unvergesslich: Das private Treffen zum Afternoon Tea 2003 in seinem Haus in Auckland/Neuseeland.

 

Die letzten Tage unseres Aussteigerjahres nach Australien/Neuseeland 2002/2003 verstreichen im Nu. Ein Campingplatz in Auckland ist der Ort, an dem wir uns für unsere Heimreise organisieren. Nur noch ein paar Besorgungen machen in einem Outdoorladen der Queen Street, wobei wir mit dem Besitzer ins Gespräch kommen. Wir reden über unsere grandiose Reise, die Eindrücke und die einhergehenden Erlebnisse. „Da habe ich zum Abschluss noch etwas ganz besonderes für Euch,“ sagt er und erzählt, dass er Sir Edmund Hillary, den weltweit berühmtesten Bergsteiger, persönlich kennen würde, er im Telefonbuch stehe und ein unkomplizierter netter Kerl sei. Steilvorlage! Zurück auf dem Campingplatz suchen wir im Telefonbuch nach seinem Namen und tatsächlich, dort stand er, abgedruckt – so wie jeder Normalbürger auch. Es brauchte einen weiteren Tag der Überwindung den Hörer abzunehmen, um ihn zu kontaktieren. Wer abnahm war June Mulgrew, seine zweite Frau. Die Erste verunglückte tragisch mit Tochter bei einem Flugzeugabsturz 1975 in Nepal. „Edmund ist in Australien,“ meint sie locker, „sammelt wieder Gelder für eines seiner Projekte in Nepal.“, fügt sie hinzu. „Morgen, da ist er wieder Zuhause, rufe doch noch einmal an.“ Gesagt getan. Nervös nehme ich 24 Stunden später erneut Kontakt auf, es klingelt und wieder nimmt June das Gespräch entgegen. Ich muss mich gar nicht lange erklären, denn sie hat, so sagt sie freundlich, schon mit Edmund geredet und würde jetzt den Hörer weitergeben. Ich Schweißgebadet! Er war tatsächlich am Apparat – live und meinte freundlich: „Kommt doch morgen einfach mal bei uns vorbei.“ Fassungslos! Wir besorgen den Tag darauf, übrigens der letzte der Reise, einen Strauß Blumen und machen uns auf den Weg. Die abschüssige Strasse führt zu einigen ruhig gelegenen Häusern. Links eine herrliche Villa, die wir natürlich direkt ansteuern. Wir klingeln und eine Dame meint nur: „Der Edmund, der wohnt gegenüber. Dort in dem kleinen Haus mit Flachdach.“ Wir kehren um, laufen zum Haus nebenan, wo June uns die Tür öffnet. Dann kommt Sir Edmund Hillary um die Ecke – live und in Farbe – lacht, bittet uns herein. Wir nehmen in seinem Arbeitszimmer Platz. Es gibt Tee und Kekse. Ein Riesenmensch: Hände so groß wie Bratpannen, Schuhgröße XXL. Wir wissen zu Anfang nicht, was wir sagen sollen, so perplex sind wir, dem Erstbesteiger des Everest gegenüber zu sitzen. Nach einigen Minuten weicht die Nervosität. Er fragt, was wir denn so alles mit unserer kleinen Tochter Laura Antonia in dem Aussteigerjahr unternommen hätten und fand es großartig, dass wir die Zeit finden würden, so ein Reiseprojekt mit einer Zweijährigen umzusetzen. „Ja stimmt“, meine ich, „aber Sie sind der Erstbesteiger des Mount Everest, was unsere Reise dagegen stark verblassen läßt“. Bescheiden winkt er ab und gibt uns in jeder Minute das Gefühl, dass wir uns auf Augenhöhe begegnen. Er nimmt Laura auf den Schoß, schreibt ihr eine Widmung, die gemeinsam mit einem Foto seit dem an einem Ehrenplatz in unserem Zuhause hängt. Was für eine Erfahrung, was für ein großartiger Mensch er doch war. Einer von dem sich der Großteil der Prominenz eine Scheibe abschneiden sollte… Habt Ihr ähnliche Erfahrungen mit solchen Persönlichkeiten gemacht? Wenn ja, schreibt das doch auf meinen Blog.

 

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