Guatemala/ Rio Dulce & Livingston

Von Flores nach Rio Dulce sind es mit dem Bus gerade einmal 200 Kilometer. Ein Stopp, den jeder Guatemalareisende nicht verpassen sollte. Den von hier aus bieten sich Bootstouren nach Livingston an, wo man Karibik einmal anders erleben kann. Zum anderen liegt unweit vom Zentrum entfernt auf einer kleinen Halbinsel das Castillo San Felipe de Lara aus dem Jahre 1651. Eine Burg, die zum Schutze gegen Piraten erbaut wurde.

 

Der Rio Dulce ist 42 Kilometer lang und der natürliche Abfluss des Izabal-Sees zur Karibik hin. Der Fluss, den eine große Bogenbrücke überspannt, verbindet die Orte Fronteras und El Relleno, die im Volksmund aber den Namen des Flusses angenommen haben.

Ein wirklich chaotischer Ort: Eine Durchgangsstraße flankiert von Läden und unzähligen Essbuden. Es ist laut, eng und die Hauptverkehrsader von Nord nach Süd oder eben umgekehrt. Alle Güter müssen auf LKW’s durch dieses Nadelöhr. Hostels und Hotels gibt es natürlich auch. In Flores bekam ich den Tipp von einem Karlsruher, der in der Hacienda Tijax untergekommen war, die nur mit dem Boot erreichbar wäre. Ökotourismus hat sich die Lodge auf die Fahne geschriebenNach Ankunft mit dem Bus von Linea Dorado kurz vor der Brücke, fragte ich nach dem Sun Dog Café, das nur 100 Meter entfernt lag. Von dort wurde die Lodge angerufen und das Boot war fünf Minuten später am Anleger – perfekt. Die Unterkunft – ein Traum im Dschungel mit Pool, was für ein Luxus…und so wunderbar ruhig. Am Tag darauf wieder mit dem Boot auf die andere Seite und mit dem Collektivo für drei Quezales zum Castillo. Eine kleine pittoreske Burg, verwinkelt mit vielen Durchgängen, Aussichtstürmen, die immer wieder einen schönen Blick freigeben. Wiederholt wurde das Bollwerk zerstört.  Denn weder die schweren Kanonen noch die starken Eisenketten, die von den Guatemalteken durch die Flussenge gezogen wurde, konnten das Eindringen von Piraten verhindern. Dabei waren es so weltberühmte Namen wie der des Freibeuters Sir Francis Danke. Immer und immer wieder mußte die Festung nach Attacken aufgebaut werden.

Wirklich ein Ort, der gut als Kulisse für einen Piratenfilm herhalten könnte.  Livingstone, das nur mit dem Boot erreichbar ist, steht den Tag darauf auf dem Programm. Den Bootshuttle habe ich direkt bei der Lodge klar gemacht (200 Quezales) und man wird vor der Haustür abgeholt. Eine halbe Stunde wurden noch Leute eingesammelt, dann aber ging’s im Höllentempo Richtung Karibik.

Livingstone liegt exponiert auf einem Hügel an der Flussmündung des Rio Dulce. Man sagt auch die Stadt wäre Guatemala in klein. Denn hier leben Garifunas (Nachkommen einstiger Sklaven), Ladinos und Indigenas in einer multi-ethnischen Gemeinschaft friedlich zusammen.Die Häuser sind mit bunter Farbe gestrichen, alles ist cool und irgendwie langsamer als im Rest des Landes – wirklich einen Ausflug wert….da nächste Mal plane ich hierfür ein paar Tage extra ein. Verpaßt auch nicht meine anderen vorangegangenen Beiträge von Mittelamerika. Viel Spaß beim Lesen…

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