5 Tage in St. Petersburg

St. Petersburg, die Schöne an der Newa wirkt wie eine Fata Morgana mit ihrem betörenden Reichtum an Sehenswürdigkeiten. Eine Stadt die nach mehr als dreihundert Jahren den alten Namen wiedergefunden hat und heute interessierte Gäste aus aller Welt empfängt.

 

Die Reise von Frankfurt aus gestaltet sich bereits von Anfang an als angenehm. Der Flieger der Ural Linie hebt pünktlich ab, der Service auf einem gerade einmal 2 1/2 Stundenflug ist überwältigend gut. Getränke, Auswahl aus 3 verschiedenen warmen Gerichten, die Flugbegleiterinnen sehr freundlich. Wir können uns nicht erinnern auf Kurzstrecke einmal von solch einem guten Service profitiert zu haben!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Anträge für die Visum Russland haben wir im Internet ausgefüllt, ausgedruckt, gewünschte Nachweise wie Verdienstabrechnung und Foto beigefügt und mit den Reisepässen geschickt an: CRC Consulting, Steintorweg 4, 20099 via Einschreiben versteht sich, Tel. 040-46643115, Anträge und Infos hier: www.visum-russland-service.de. Frankierter Eingeschriebener Rückumschlag dazu legen. 14 Tage später hatten wir die Pässe zurück. Pro Visum 79,00Euro. Auch die Abwicklung am Flughafen verlief völlig problemlos.

 

 

 

 

 

 

Im Vorfeld haben wir uns über die Unterkunft einen Shuttle bestellt der bereits auf dem Flughafen wartete. Schnell noch am Geldautomat Rubel ziehen wobei alle gängigen Karten eingesetzt werden können. 1,40 Euro = 100 Rubel. Taxifahrt in die Stadt 14,00 Euro (Zurück zum Flughafen 9,00 Euro). Eine halbe Stunde später sind wir in unserer Unterkunft auf der Prachtstaße Newski Prospekt. Das Zimmer einfach und Top sauber. 4 Nächste für zwei Personen 120 Euro gesamt. Und das schönste: Abgesehen vom Katharinenpalast in Puschkin alles Zufluss zu bewältigen. Tipp: Lernt ein paar Worte auf Russisch wie, Guten Tag, Danke und Bitte, Tschüss…schon zaubert man den Menschen ein Lachen auf ihr Gesicht.

 

 

 

 

 

 

Die Newa und ihre Seitenkanäle sind noch zugefroren, es ist die Woche vor Ostern, manche Sehenswürdigkeiten baubedingt teilweise verhüllt – dafür keine Warteschlangen an Erimitage und Co.

 

 

 

 

 

 

Den Winterpalast (Eremitage) besuchen wir als Erstes, zahlen 10 Euro Eintritt pro Person und laufen direkt nach einer kleinen Kontrolle ohne Anstehen hinein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Barockpracht zum Lobe des Zaren ist unbeschreiblich. Von 1732 an bis 1917 diente der Palast als offizielle Residenz. Rastrelli der Meister des St. Petersburger Barock schuf die Prunkstätte. Ein Spiegelbild des imperialen Selbstverständnisses der Romanows. Lasst Euch genug Zeit für den Besuch: 65.000 Exponate verteilt auf 350 Zimmern – Von Gemälden Leonardo da Vincis, Rembrandt, Tizian und Rubens hin zu vergoldeten Prachträumen in denen einst rauschende Feste gefeiert wurden. Zarin Elisabeth I gab 1754 den Bau in Auftrag und sollte alles bis dahin erbaute in den Schatten stellen. Jede/r der Nachfolgenden Herrscher steigerte noch die Sammelwut und so wurde ständig am Palast erweitert und vergrößert um die ganzen Kunstschätze unter zu bekommen.

Nach 5 Stunden verlassen wir die Eremitage und stärken uns erst einmal in einem Restaurant mit der typischen russischen Suppe Borschtsch und Pelmenis, gefüllten Teigtaschen.

Überhaupt kann man sich für kleines Geld durch die ganze Vielfalt der russischen Küche probieren. Schnellrestaurants bieten dabei eine ganze Palette an Leckereien an. Immer dabei auch eine kleine Bar wo man ein 0,5 Liter russisches Bier für 1,30 Euro bekommt – versprochen, sehr lecker! Am Tag darauf fahren wir mit U-Bahn (das muss man auch erlebt haben) und Bus nach Puschkin zum Katharienenpalast, dem Sommerprunkbau der Zaren.

 

 

 

 

 

 

Ein Fest in Weiß, Gold und Blau. Prunkvoller als die Eremitage wurde der Bau vom deutschen Architekten Braunstein als Landschloss begonnen und immer wieder verändert und prachtvoller gestaltet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der unbestrittene Höhepunkt ist natürlich das Bernsteinzimmer eine Kopie vom Original. Friedrich Wilhelm I schenkte es Zar Peter I nachdem der beim Besuch kein Auge davon lassen konnte. 1942 holten die Deutschen im zweiten Weltkrieg das „Geschenk“ wieder zurück, bis heute gilt es als verschollen… die Kopie im Palast darf als einzige Räumlichkeit nicht fotografiert werden!

Zurück in der Stadt besuchen wir die Isaacs-Kathedrale. Wer hier auf den Turm steigt hat einen herrlichen Blick auf die Stadt, die Eremitage, Admiralität, auf den Hafen und Brücken bis hinüber zum Peterhof und die Peter-Paul Festung – der letzten Begräbnisstätte der Romanov. Herausragende Architektur zeigt sich in der Auferstehungskirche die Alexander III an der Stelle erbauen ließ wo sein Vater einem Attentäter am 1.März 1881 zum Opfer viel.

 

 

 

 

 

 

 

 

Aber natürlich sollte man auch dem Fjodor Michailowitsch Dostojewskimuseum einen Besuch abstatten, dem berühmten russischen Schriftsteller. Als kleinen aber feinen Höhepunkt und zum Abschluss unserer St. Petersburgreise haben wir uns das Fabergé Museum aufgehoben.

Im Dezember 2013 eröffnete der Multimilliardär Wiktor Wekselberg seine Privatsammlung, ein absolutes Muss auf einer St. Petersburgreise. Neben den neun prunkvollen Eiern die für die Romanov gefertigt wurden, sind viele andere Ausstellungsstücke zu bewundern wie Silber und Goldarbeiten. Ein Traum, nur darf man nicht darüber nachdenken welche Entbehrungen die Bevölkerung seinerzeit erleiden musste, dass sich die Zarenfamilie solch wertvollen Geschenke machen konnte.

 

 

 

 

 

 

Büchertip

Das aller wichtigste vor einer St. Petersburgreise ist der kauf eines Stadtführers wie dem City/ Trip von Reise-Know-How, ebenso einem Kauderwelschführer. Alles Infos, Bus und U-Bahnlinien…es geht einfach leichter damit.

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