St. Petersburg No. II

An den Ufern der Newa in Russland liegt das zauberhafte St. Petersburg. Und weil uns im vergangenen Jahr der Erstbesuch dermaßen in den Bann schlug, haben wir erneut die antike Oasenstadt als Besuchsziel angesteuert – wie gehabt – im Winter ganz ohne die riesigen Touristenströme.

 

 

„Wieso denn schon wieder St. Petersburg“, wurden wir im Freundeskreis gefragt: Zum einen weil wir bei der letzten Reise bei weitem noch nicht alles gesehen haben, zum anderen unsere Tochter Laura schulbedingt im vergangenen Jahr leider passen musste und nicht zuletzt es keine vergleichbare Metropole in Europa gibt, die so günstig zu bereisen ist wie die Peterstadt. Auf Visum, Geld und Unterkunft gehe ich hier nicht mehr ein, die Infos könnt Ihr gerne aus dem „Blogbeitrag der Ersten Tour“ entnehmen. Also haben wir uns aufgemacht, mit Lufthansa, weil der Flieger von Ural Airlines, mit der wir im vergangenen Jahr sehr zufrieden waren, leider an Mangel von Flugbeteiligten den Transport nicht ausgeführt hat.

Auftakt bildete das Museum des berühmten russischen Schriftstellers Fjodor Michailowitsch Dostojewski. Ein Haus in dem er von 1878 bis zu seinem Tod 1881 gemeinsam mit seiner Frau Anna Snitkina und ihren beiden Kindern lebte. Hier entstand im kleinen Arbeitszimmer der letzte seiner herausragenden großen fünf Romane „Die Brüder Karamasow“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hungrig geworden? Genau gegenüber liegt die kleine Bäckerei (hier auf dem Bild) mit kleinen Leckereien von süss bis salzig – einfach mal durchprobieren: Piroschki – gefüllte Teigtaschen aus Hefe oder Blätterteig mit Gemüse oder Fleisch. Oder Watruschka – ein gefülltes süsses Gebäck. Gestärkt geht es auf der Prachtstasse, also dem Newskij Prospekt in östlicher Richtung zum Bahnhof des Aufstands.

 

 

 

 

 

 

Von hier aus ist es auch nicht mehrt weit zum Ehrenfriedhof, der direkt neben dem Alexandr-Newskij-Kloster mit der Dreifaltigkeitskathedrale liegt.

Hier können unter anderem die Gräber von Dostojewski und dem berühmten Komponisten Pjotr Iljitsch Tschaikowski besucht werden. In der weitläufigen Klosteranlage, die sich damit schmückt die älteste der Stadt zu sein, sollte man etwas Zeit einplanen. 1710, wenig später nach dem Sieg über die Schweden, befahl Peter I. den Bau, der 2010 grundlegend saniert wurde.

Auf dem Rückweg besuchen wir eines der vielen Schnellrestaurants, die in der Stadt verteilt liegen. Hier gibt es für kleines Geld wirklich viel Leckeres: Salate, Suppen und vieles mehr. Dabei sind wir bevorzugt in die „No.1“-Lokale gegangen. Der Prachtstrasse folgend schlendern wir entlang endlos scheinender herrlicher Häuserfassaden Richtung Eremitage. Dazwischen: Das Singerhaus von 1904 gegenüber der imposanten Kasaner Kathedrale. Der Jugendstilbau war einst Hauptsitz der Nähmaschinenfabrik Singer und ist gut am Globus auf der Spitze des Gebäudes auszumachen. Und in der Nähe findet sich ein Paradies für Gourmets….im Jelisseejew-Feinkostladen. Grandioses Jugendstildekor, ein eigener Hauspianist und erlesene Delikatessen machen das Haus zum schönsten Lebensmittelgeschäft der Welt – sagt man in St. Petersburg. Alleine der Aufstieg der Familie war legendär. Bei einer weihnachtlichen Gesellschaft um 1811 kredenzte der Gärtner unter den Augen der feinen Gesellschaft: Erdbeeren – mitten im Winter! Er schenkte dem Gärtner nicht nur die Freiheit, sondern auch das Startkapital für einen Laden in der Peterstadt – der Werdegang ist bekannt und heute zu bestaunen.

Wir peilen den goldenen Turm der Admiralität an und steuern über die Brücke, die die Neva überspannt zum Zoologischen Museum. Neben Mammuts, Wölfen und jede Menge Kleingetier gibt es auch das Skelett eines Blauwals zu sehen. Höhepunkt allerdings ist das Mammutbaby „Dima“ – 35.000 Jahre alt das dem sibirischen Permafrost entrissen wurde und gut konserviert hinter einer Glasscheibe liegt und nur 90 cm gross wurde. Eine Artenvielfalt wie sie kein Zoo bieten könnte.Den letzten Highlight auf unserer Tour im Februar 2019: Die Peter-und-Paul-Festung. Das Bollwerk auf der sogenannten Haseninsel ist St. Petersburg Geburtsort. Eine weitläufige Anlage mit vielen verschiedenen Museen und der Peter-Paul-Kathedrale mit Großfürstlicher Gruft wo die Zaren beigesetzt wurden.

Baubeginn war im Jahre 1703 auf dem Höhepunkt des Nordischen Krieges. Erst ein Provisorium aus Holz und aufgeschütteten Erdwällen das später durch feste starke Steinmauern ersetzt wurde. Aber wieso eigentlich Haseninsel? Das Tier das einem bereits beim Übergehen der Ioannowskij-Brücke ins Auge springt und auch im Inneren der Anlage ständig angetroffen wird. Der Legende nach soll ein Hase sich mit einem rettenden Sprung vor dem Wasser in das Boot des Zaren Peter geflüchtet haben und so überlebte.

 

 

 

 

 

 

Ein wirklich schöner Abschluss von unserer Städtetour nach St. Petersburg. Gesehen haben wir auch bei unserem zweiten Besuch wieder nicht alles. Also müssen wir noch einmal hin, schon bald, denn St. Petersburg ist einfach nur „Großartig“.

Büchertip

Das aller Wichtigste vor einer St. Petersburgreise ist der Kauf eines Stadtführers wie dem City/ Trip von Reise-Know-How, ebenso einem Kauderwelschführer. Alles Infos, Bus und U-Bahnlinien…es geht einfach leichter damit.

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