Weißrussland/ Belarus – 5 Tage in Minsk

Belarus, also Weißrussland ist ein Binnenland in Osteuropa und für seine Architektur aus der Stalin-Zeit bekannt. Kein Touristenmagnet, keine Hochburg vom Jetset und für die allermeisten einfach ein großer weißer Fleck auf der Landkarte.Diese Reise nach Minsk sollte für mich eigentlich nur ein Kurztrip zum letzten Europäischen Land werden, das ich noch nicht besucht habe….

Welcome to Belarus

Wieso nach Weißrussland, was treibt Euch denn dorthin – waren die Fragen im Freundeskreis. Berechtigt! Monate vorher standen wir schon einmal an der Grenze, der zu Litauen und mussten den Schritt zum Nachbar allerdings unterlassen weil uns schlichtweg die Zeit gefehlt hat. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben dachten wir uns und sind von Frankfurt aus mit Lufthansa direkt in die Hauptstadt nach Minsk. Zwei Stunden dauerte der Flug, Visum wird seit einem Jahr insofern man mit dem Flieger einreist nicht mehr verlangt. Die Zollbeamten sehr freundlich was man ja auch nicht alle Tage mehr erlebt. Mit dem Taxi ging es direkt zum Hotel in der Innenstadt, sehr zentral gelegen was uns wichtig war, dass wir alles fussläufig erreichen können.Belarus hat viele Nachbarn: Russland, Ukraine, Polen, Lettland und Litauen. Was direkt auffällt, die meisten Schilder ebenso auch Infotafel mit den Sehenswürdigkeiten sind Zweisprachig, Kyrillisch und Englisch.

 

Minsk ist altmodisch und modern zugleich, romantisch, grün und ruhig. Und ganz besonders freundlich.In wenigen Minuten erreichen wir den Platz der Freiheit (Polska Svabody) mit einem wunderbaren Ensemble an Gebäuden: Kathedrale des Heiligen Geistes, Rathaus und Josefkirche, ehemaliges Mönchskloster.

Direkt dahinter erhebt sich das moderne Minsk am Prospekt der Sieger. Wir überqueren den Fluss Svislac und erreichen über eine Fussgängerbrücke die Träneninsel. Zurück, rollt gerade ein Hochzeitgesellschaft an, die Braut schulterfrei, das bei 5 Grad Minus im November – Respekt dafür.Von hier hat man auch einen schönen Blick zurück auf die Oberstadt.Geld haben wir uns bereits am Flughafen direkt aus dem Bankomat gezogen:EC/ Visa/ Mastercard und in der Stadt ging auch die Karte der Postbank. Wahlweise US Dollar oder den Belarus Rubel 1 EUR = 2,5 BYN. In den Prachtstrassen liegen Restaurants und Hotels der Spitzenklasse, Boutiquen, Apple Store, Mac Donalds, Burger King und KFC. Wir speisen vorzugsweise im Lido, ein Schnell-Selbstbedienungsrestaurant mit äusserst angenehmer Atmosphäre und Ambiente, das doch vielen Restaurants mit Bedienung locker das Wasser reichen kann – nur zum 1/4 des Preises. Hier bekommt man wirklich alles was das Herz der Weißrussischen Küche hergibt, die eng an die Russische und auch Litauische Küche angelegt ist. Deftig, schmackhaft – man wird satt. Dazu gibt es ein kalorienreiches Dessert. Ein selbst zusammengestelltes Menü kostet zwischen 2 und 5 Euro. Besonders mochten wir die Kartoffelpuffer „Belarus Art“ mit Sauerrahm. Dazu ein großes Bier für 1,50 Euro.

 

 

 

 

 

 

Für den Abend haben wir uns Karten für das Theater besorgt, ein ganz besonders Erlebnis. Teulis wurde aufgeführt, ein unglaubliches Schattenspiel von 8 Damen und Herren bei ausverkauftem Haus. Minsk ist auch ein Ort, mit tollem Nachtleben.

 

Zuerst sind wir in einer Musikkneipe (Grado) wo eine Liveband spielt, man auch essen kann. Gegenüber liegt das Tammem in dem wir bis in die Nacht tanzen. Es dauert nicht lange, bis wir auf der Tanzfläche angesprochen werden, Völkerverständigung kann so einfach sein. Und wieder müssen wir einmal erfahren, wie das was bei uns gerade über Weißrussland noch zwei Wochen vorher im Radio zu hören war, rein gar nichts mit dem zutun hat wenn man Vorort, individuell unterwegs ist und mit den Menschen spricht. Die Menschen hier: Liebenswürdig und freundlich, meist ein Lächeln auf den Gesicht (was gerade heute in Deutschland ja zur Seltenheit wird), hilfsbereit, niemand ist aufdringlich! Und das schönste: Auch wenn wir Nachts durch teils dunkle Gassen liefen so haben wir uns noch keine Sekunde unsicher oder unwohl gefühlt. Keiner pöbelt, man kann sich noch benehmen – und das, war ausnahmslos schön. Sicher ist, dass wir schon bald wieder nach Minsk reisen um dann auch das Hinterland zu entdecken. Aber wie sagt man so schön? Hat man die Hauptstadt in all ihren Facetten gesehen, so hat man auch einen Eindruck davon was einen auf dem Land erwartet.

Infobox

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Übernachtung

Hotel Garni Minsk
www.hotel-garni.by

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