Freiräume schaffen

Wie lange dauern eigentlich 30 Jahre? Genau, 360 Monate, 1.560 Wochen und rund 10.920 Tage – sicher, das kann man jetzt leicht bis auf den allerkleinsten Nenner weiter herunterrechnen…

Wichtig dabei ist, so empfinde ich das persönlich, nicht die messbare, sondern die gefühlte Zeit, die innere Uhr im Blick behalten, die in uns allen unaufhörlich weitertickt. Unlängst haben Forscher nämlich herausgefunden, das die eigene Betrachtung über das Vergehen der Zeit nur davon abhängt, wie viel Schönes, Neues, Aufregendes, Mitreißendes und nicht zuletzt Faszinierendes man in seinem Leben erfahren durfte. Diese damit einhergehenden Eindrücke, Bekanntschaften und Erfahrungen lassen zweifelsohne die gefühlte Zeit im Rückspiegel des Lebens länger erscheinen. Und das ist einfach wunderbar so.
Erinnern wir uns an die Kindertage, wobei sich die Monate, die Tage und Stunden anfühlten als würden wir uns im Schneckentempo vorwärts bewegen. Denn jeder Tag war ein Füllhorn von neuem noch unbekannten. Mit Spannung und höchster Erwartung fieberte man seinerzeit dem ersten motorisierten Fortbewegungsmittel entgegen- und natürlich dem Ende der Schule. Im Erwachsenenleben wiederholt sich hingegen in vertrauter Beständigkeit der Alltag ebenso die Gewohnheiten, die oftmals nur wenig kreativen Spielraum für anderes vorsehen. So gewinnt man schnell das Gefühl unsere ach so kostbare Zeit rauscht wie ein Sturzbach an uns vorüber. Abhilfe hingegen garantiert das Unterwegs sein. Versprochen! Neues Erleben, auf Entdeckermodus schalten, offen sein für das, was kommt, auch wenn die Zeit es vielleicht nur für ein verlängertes Wochenende zulässt. Das Schöne daran – man muss nicht unbedingt in die Ferne schweifen, denn oftmals liegen die schönen Destinationen nur unweit von Zuhause entfernt. Denken wir immer daran: Freiräume schaffen heißt die gefühlte Lebenszeit zu verlängern.

Euer Klaus Herzmann

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